Die leidige Frage "Sind Welpen zu teuer ?"

Oder Besser noch Geiz ist nicht immer Geil!!!

 

Ich will ein Hund
Sind Welpen zu teuer?
Verlangen Züchter zu viel?
Kontrollierte Rassenzucht
Die Kosten
24 Stunden Job
Verdienst nur bei der Abgabe
Welpen zu Schleuderpreisen
Zwischenhändler
Der Kunde Entscheidet

Ich Will ein Hund
Diese Frage mag sich vielen Tierliebhabern stellen. Inspiriert durch den Besuch einer Hundeausstellung oder durch einen Artikel in einer Zeitschrift, kommt bei vielen der Wunsch auf, auch eines dieser schönen Tiere zu besitzen. Eifrig werden die Kleinanzeigen im Tiermarkt oder in gängigen Tierzeitschriften gewälzt oder es wird bei einem Verband direkt nach Jungtieren angefragt.

Sind Welpen zu teuer?
Schnell können sich Unmut und Enttäuschung breit machen angesichts der, so scheint es, Horror-Preisvorstellungen der Züchter. Und so mancher wird sich fragen, wieso er viele hundert € für ein so genanntes Liebhabertier hinlegen soll, wo er doch weder züchten noch ausstellen will und der Stammbaum letztendlich in der Ablage verstauben wird. Schnell ist man sich einig, dass Züchter wohl unheimlich geldgierig sein müssen und sich an ihren Jungtieren eine goldene Nase verdienen. Aber zum Glück gibt es da ja auch noch zahlreiche "Züchter", die ihre Tiere zu Niedrigpreisen unter die Leute bringen, die kosten dann nur halb so viel. Was steckt hinter solchen eklatanten Preisunterschieden?

Verlangen Züchter zu viel?
Zuerst wollen wir mal festhalten, dass Ihr in Betracht zieht, ein Lebewesen zu erwerben, dass euch mindestens mal 10 - 12Jahre begleitet. Nun ja, alles hat seinen Preis. Auch die Artgerechte Haltung und medizinische Versorgung sowie gutes Futter. Dann die Papiere. Aber diese Vereine, die diese Ahnentafel ausstellen, sorgen auch dafür, das nicht Hunz und Kunz züchten darf.

Kontrollierte Rassenzucht
Es handelt sich hierbei um eine Kontrollierte Rassezucht um Krankheiten auszumerzen und die Qualität der Rasse im hohen Maße zu verbessern und auch aufrecht zu erhalten. Sogar die zukünftige Unterkunft der Babys wird vom Zuchtwart kontrolliert. Dafür muss der Züchter selber schon mal einige Anforderungen erfüllen, die schon im Voraus eine Menge Geld kosten. Der Käufer selber, schlägt nur bei der Preisansage die Hände über dem Kopf zusammen, er sieht nicht, wie es hinter den Kulissen aussieht. Welpen aufzuziehen, heißt nicht nur, So Hund, nun Wirf mal Deine Babys aufs Parkett und versorg sie 8 - 12 Wochen (oder noch länger) damit ich mir Das Geld einstreichen und mir die Hände reiben kann. Ganz so ist es nicht!!!

Die Kosten
Zunächst einmal hat das Muttertier ja schon etliches Geld gekostet. Die Anschaffung, die Ärztliche Versorgung, Hochwertiges Futter, das man auch mal selbst kochen muss, Röntgen, Zuchtzulassung Ultraschall usw. Dann kostet der Deckrüde. Dazu kommen dann noch die Spritkosten für die etlichen Kilometer, die man brettern muss, da der geeignete Herzbube seltenst gleich nebenan wohnt. Dazu kommen dann noch die Normalen kosten wie Impfungen, Entwurmungen. Qualitativ hochwertiges Futter ist Selbstverständlich und die jährlichen Vereinsgebühren sowie kosten für die Ahnentafeln, Deckmeldungen, Wurfmeldungen und der Zuchtwart, der da zweimal angedüst kommt um den Wurf zu kontrollieren, kommen dann auch noch hinzu. Ach ja, die Inserate gibt es auch nicht mehr umsonst. Auf diese Weise schießt man für einen Welpen schon mal mehrere 100 Euros den Bach runter.

24 Stunden Job
Einen Wurf großzuziehen ist ähnlich einem 24 Stunden Job. Einer muss immer für die Babys da sein. Mindestens dreimal am Tag sauber machen, sechsmal füttern und mit den Babys spielen. So manche Nacht wird durchgemacht, damit eine optimale Sozialisierung gewährleistet ist. Sicher habe ich als Tierliebhaber auch Spaß bei der Aufzucht mit den kleinen, aber auch dicke Tränensäcke von zu wenig Schlaf. Der Käufer sollte auch nicht vergessen, dass das Muttertier bei uns bleibt, bis sie irgendwann über die Regenbogenbrücke geht. Bis dahin ist noch viel Wasser den Rhein runter gelaufen.

Verdienst nur bei der Abgabe
In dem Moment der Abgabe verdiene ich als Züchter vielleicht noch was an den Babys wobei auch die Voraussetzung gegeben sein muss, das alles ohne Komplikationen abläuft wie z.B. einen Kaiserschnitt, Wehenprobleme, oder Erkältungen der Babys usw. Kurz über lang, ist die Zucht eines Seriösen Züchters ein endloses Minusgeschäft.

Welpen zu Schleuderpreisen
Bei einem Züchter, der seine Welpen zu Schleuderpreisen verkauft, leben die Hunde meistens im Zwinger gebettet auf Stroh und stehen dazu noch Knietief im eigenen Mist. Das Fell ist verunreinigt, klebt und stinkt. Meistens haben diese Hunde dann auch noch irgendwelche Krankheiten, die auf diese Haltungsweise Zurückzuführen sind, wie z.B. Ohrmilben, Würmer oder einen schicken Hautpilz. Flöhe sind auch nicht selten. Impfungen bekommen diese Hunde auch nicht, das wird dann auf Nachfrage mit den beklopptesten Sachen begründet. Menschen kennen sie nur vom Vorbeigehen und mal Gutschi Gutschi sagen. Wohnräume sind diesen Hunden vollkommen Fremd. So spart sich der Dumping-Züchter auch die Kosten, die ein Liebhaber hat. Gut für den Züchter, schlecht fürs Tier, um das es ja nun Hauptsächlich gehen sollte. Der Dumping-Züchter holt sich dann auch gleich den Rüden von um der Ecke ohne einen Gesundheitschek zu machen oder zu wissen ob irgendwelche Genetischen Erbkrankheiten vorliegen, die nicht unbedingt an den Eltern ersichtlich sein müssen, aber bei den Welpen früher oder später auftreten können, was nicht selten und auch meistens sehr Kostspielig ist. Davon abgesehen ist es solchen Menschen Egal ob sie da noch Rasse züchten, Hauptsache es sieht noch ein bisschen danach aus und dabei kommt es oft vor das die kleinen sich zu etwas entwickeln, das gar nicht mehr der Rasse gleicht, die sie eigentlich haben wollten.

Zwischenhändler
Es geht aber noch besser. Es gibt auch so genannte Zwischenhändler, die Welpen zu Niedrigstpreisen aufkaufen um sie dann wieder zu verkaufen. So wie es in etwa in einer Zoohandlung abläuft. Auf diese Art und Weise kann der Käufer überhaupt nicht mehr nachvollziehen unter welchen Umständen die Welpen aufgewachsen sind und kauft letztlich die Katze im Sack. Diese Tiere werden dann mit Papieren verkauft, die sich jeder aus seinem Drucker ziehen kann >>> Selbstgefertigt und Handsigniert. Toootal unglaubwürdig. Auch die Tiere von Zwischenhändlern werden zu verhältnismäßig kleinen Preisen angeboten. Wenn man sich dann mal genau überlegt, das der Züchter und der Zwischenhändler an einem Hund verdienen, der Sie vielleicht 500,-€ gekostet hat. Bei dem Gedanken wird mir schlecht.

Der Kunde Entscheidet
Wenn ich euch danach immer noch nicht überzeugt habe, lieber etwas mehr Geld auszugeben und sich ein Liebhabertier bei einem Seriösen Züchter zu erwerben und nicht Massenzucht und Handel zu unterstützen, dann würde ich sagen, müsst Ihr erst selbst auf die Nase fallen um zu glauben, das ein Tier, welches zu einem Dumpingpreis zu haben ist, mehr kosten kann als Ihnen lieb ist.Jeder verantwortungsvolle Züchter wird Ihnen gerne zeigen, wo die Welpen auf die Welt gekommen sind und stolz darauf sein, Ihnen zeigen zu können, wo die Welpen aufwachsen sind.